Zwischen-Bemerkungen zum Tram-Projekt (14.6.2014) - F O R U M-Ostermundigen

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Zwischen-Bemerkungen zum Tram-Projekt (14.6.2014)

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Zwischen-Bemerkungen zum Tram-Projekt (14.6.2014)

TRAM-Projekt
Müsste ich es beurteilen, gäbe es einige Fragezeichen. Nur das Tram durfte in Frage kommen, um die Busse zu vergessen.
Wer dem Tram zwischen Bern und Ostermundigen überall freie Fahrt geben will, müsste dies vorher sorgfältig genug versucht haben. Analog Tramprojekt wäre es m.E. möglich, nur soviel Privatverkehr nach Ostermundigen hinein zu lassen, wie dies ein Fahrplan-treuer Bus-Verkehr zulässt. Wer annimmt, die S-Bahn könnte auch während der Pendlerzeiten nicht im ECHTEN ¼-Takt zwischen Bern und Ostermundigen fahren und eine 2. Buslinie von Ostermundigen via Brei-tenrain zum Zytglogge und Bern sei unmöglich, glaubt nur, was offiziell „serviert" wird.  Nach-folgend ein paar meiner Erfahrungen:

Der teure Rüti-Tunnel fürs Tram wäre unnötig gewesen. Lange vor dem Bau der Terrassenrain-Gebäude hatte ich der Gemeinde mit einer Skizze vorgeschlagen, wie die Bus-Endstation Rüti mit OeV via Ahornweg erreichbar gewesen wäre, dies selbstverständlich bei gewahrter Wohnqualität für die Ahornweg-Anwohner und bei zulässiger Steigung bzw. Gefälle der Strasse.
Gegen das zuletzt gebaute Gebäude der Terrassenrain-Siedlung hatte ich zum Wohl aller künftigen Tram-Nachbarn eingesprochen, Das erwähnte Gebäude steht nun, „dank" dem unverständlichen Okay der Gemeinde, statt weiter entfernt, noch näher beim schon lange gebauten Rütiweg-Wohnge-bäude Nr. 85+87. Die Trams müssten viel zu nahe bei den dort gebauten Schlafzimmern vorbei fahren.

Die Tieferlegung der 2 Tram-Wendeschlaufen kam leider ebenso wenig in Frage wie der Einsatz von Trams, die in beide Richtungen fahren können. Sollten die Trams zwischen Köniz und Oster-mundigen aus irgendeinem Grund blockiert sein (Unfall, Entgleisung, Defekt, Demo), müssten die Passagiere u.U. lange auf Ersatzbusse warten.  Die bereits vor 6 Jahren von Ostermundiger Parla-mentariern verlangte 2. Tramachse durch Berns Innenstadt ist auch heute noch nicht gesichert.


Ins gleich traurige Kapitel gehört die geplante Tram-Endstation auf der Rüti. Zu den ca. 5m tiefer liegenden Gleisen hinunter und wieder hinauf müsste das Gros der Rüti-Passagiere Treppen steigen. Statt Lift oder Rolltreppe ist scheint dort ein Veloparkplatz sinnvoll. Was die Planer als gut einstu-fen, gilt automatisch auch für die OeV-Passagiere: Teurer Tunnel ja; Erleichterungen für die Passa-giere: Nein!!

Bekannt ist, dass das Tram-Projekt mehr als 500 Mio Fr. kosten wird. Wer die Buslinie 10 auf Tram umstellen will, müsste eigentlich die jährlich wiederkehrenden Aufwände und Erträge zu Handen von allen davon Tangierten ermittelt und begründet publiziert haben. Sollten die vielen Mio von Bund, Kanton und Gemeinden nicht auf neuen, Tram-kompatiblen „Bäumen" wachsen, kämen die Steuernzahler noch zum Zug. Ob auch  die OeV-Tarife bald erhöht würden?...


W. Bruderer, Ostermundigen

 
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